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Mein Urgroßvater. Offiziell ein Juwelier, Betriebsleiter bei Fabregé nach der Familienlegende (warum nicht? Alle Taxifahrer in Paris in den 20ern waren Grand-Ducs). 1898 verläßt er St. Pertersburg, wo er eine Ausnahme-Wohngenehmigung hatte (ein Numerus Clausus lag über dieser Stadt, in der Juden normalerweise nicht wohnen durften), als seine 5-Jahre Aufentlhaltsgenehmigung ablief. Das Datum stimmt mit der Verschärfung der Russifizierungs-Politk überein, und deshalb nahmen die anti-jüdischen Maßnahmen zu. Er kommt nach Frankreich und verliebt sich in eine Balletttänzerin. Und er wettet bei Pferderennen. Trotz allem folgt seine Familie einige Jahre später, 1900, rechtzeitig vor den ersten ernsthaften Unruhen in Russland. Bat er sie zu kommen, oder laut Familientradition, entschied seine Frau ihn mit all ihren sechs Kindern zu besuchen, weil sie kein Geld mehr von Ihrem Mann bekam? Wenn man sich vorstellt, wie Fernreisen zu dieser Zeit aussahen und wie schwierig es für Juden war einen Pass zu bekommen, denke ich dass er entschied, sie nach Frankreich zu bringen aber nicht mehr mit ihnen zu leben. Außerdem war er ganz
anshenlich. . |